Mittwoch, 9. November 2016

[Auslandssemester] Aus der Traum - Willkommen in der Realität!



Hallo zusammen,

heute möchte ich euch von meiner ersten Woche an der spanischen Uni berichten. Mittlerweile ist die Hälfte des Semesters geschafft und mein nächster Post zum Auslandsstudium wird sich dann auch auf die Veränderungen in der Zwischenzeit beziehen. Aber jetzt beginnen wir erst einmal am Anfang oder wie es bei den Grimm´s so schön heißt; es war einmal ...

Jeder der für einige Zeit im Ausland leben möchte, hab wohl seine eigenen Vorstellungen davon, wie dies ablaufen würde. Ich persönlich habe mir das Semester in meinen Träumen sehr bunt vorgestellt, ein kultureller Austausch eben.

Dieser Austausch findet auch statt, allerdings zwischen Kulturen, die nichts mit dem Austauschland zu tun haben. Ich habe hier sehr viele Freunde, vornehmlich aus Deutschland, aber auch aus anderen Ländern der Welt, kenne aber kaum Spanier. 


Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt, aber sind wir mal ehrlich. Wer von euch Studenten da draußen hat sich schon einmal wirklich für seine Kommilitonen aus anderen Ländern interessiert? Bei mir zu hause war in einem Kurs einmal ein Franzose, der hat aber nach einer Stunde wieder das Handtuch geworfen, sodass ich in Deutschland nicht wirklich Erfahrung mit Austauschstudenten sammeln konnte. Dafür darf ich diese Erfahrung jetzt hier sammeln und habe mir schon fest vorgenommen, dass ich in Zukunft Austauschstudenten in Deutschland gut behandeln werde, denn was ich bis jetzt hier erlebt habe, hat mich sehr geprägt.

An meinem ersten Studientag war ich sehr nervös. Eine Übung und das gleich im 5.Semester. Das heißt, ich würde als die Neue in eine bestehende Gruppe kommen, die sich schon seit Jahren kennt. Ich betrat also sehr nervös den Raum und brachte ein "hola" hervor. Dies wurde auch erwidert, aber das war es dann mit der Kontaktausnahme. Mit mir kamen noch zwei Studenten neu in die Klasse, die aus einer anderen spanischen Stadt für ein Jahr hierher gekommen sind. Diese wurden freundlich empfangen, ausgefragt und ich dachte mir, na toll. Irgendwie war das ein kleiner Schock für mich und am Ende des Tages wollte ich einfach nur noch zurück nach Deutschland. 

Hat von euch jemand ähnliche Anfangserfahrungen gemacht oder vielleicht auch komplett andere?

 lg eure Florenca

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