Donnerstag, 19. März 2015

[Rezension] Kiera Cass: Selection - der Erwählte

Ich ging mit großen Erwartungen an das Buch heran und wurde doch so bitte enttäuscht. Jeder liebt dieses Buch! Warum kann ich es nicht lieben? Dafür habe ich jetzt einen richtigen Cover-Traum im Regal. 

Allerdings der Titel "der Erwählte". Hier wird die Entscheidungskraft, die eigentlich Maxon gehört, auf America übertragen. Klar, muss sie sich auch für ihn entscheiden, aber "the one" war vom Thema einfach offener. Es wurde nicht darauf definiert, ob es sich auf America oder Maxon bezieht.
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Autorin: Kiera Cass
Titel: Selection - der Erwählte
Umschlag: Hardcover ohne Schutzumschlag
Genre: Dystopie
Reihe: 3/5
Verlag: Fischer Verlage - Sauerländer
Preis: € 16,99
Seiten: 384
Empfohlens Alter: 14

Cover & Inhalt nach Fischer Verlage


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Schreibstil
Die Dialoge des Buches waren ziemlich einfach gestrickt, um ehrlich zu sein zu einfach für ein Buch, das so gehypt wird. Denn toll waren sie bestimmt nicht. Es gab ganze vier Szenen im Buch, die mir richtig gut gefallen haben und wo man auch gemerkt hat, dass die Autorin Talent besitzt, es aber leider während des Buches nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft hat. 

Zu ihrer Verteidigung muss ich sagen, dass mir das Ende richtig gut gefallen hat und ich nicht verstehen kann, warum sich viele darüber so aufregen. 



Meine Meinung
Beim lesen schwankte ich immer zwischen, "soll ich das Buch abbrechen oder weiterlesen?". Ich habe mich für letzteres entschieden und mich erinnert das Ende irgendwie an Rosamunde Pilcher - Filme, die meine Oma über alles liebt. Eigentlich scheint schon alles verloren zu sein, doch in letzter Sekunde wird doch noch alles gut und der Zuschauer bzw. Leser bekommt sein Happy End á la Hollywood.

America ist in meinen Augen eine schreckliche Protagonistin. Das einzige positive an ihr ist, dass Maxon sie liebt, denn er ist ein wirklich toller Charakter. America dagegen konnte in diesem Buch nicht einmal das tun, was sie tun sollte. Ich kann ihre Gründe dafür zwar voll und ganz nachvollziehen, aber so verhält sich eine Person doch nicht? Wenn ich mich den ganzen Tag so wie America verhalten würde..., ja, dann sähe ich ganz schön alt aus.

Maxon dagegen ist mein absoluter Lieblingscharalter in dem ganzen Buch. Er weiß um seine Verantwortung als künftiger König und handelt auch entsprechend überlegt nach seinen Vorstellungen. Americas Handlungen bleibeb zwar auch ihrem Handeln treu, aber sie handelt so gut wie immer ohne zu überlegen und sich über die Konsequenzen im Klaren zu sein. Am Ende hätte sie ja fast ihr Fett wegbekommen...

Celeste dagegen hat im Buch eine echte und überraschende Wandlung durchgemacht, die ich ihr auch abgenommen habe. Für mich hat sie sich im Laufe des Bandes zu einem Charakter entwickelt, den ich richtig lieb gewonnen hatte, obwohl ich sie am Anfang der Reihe nicht so sehr gemocht habe. Leider meint es das Schicksal mit ihr am Ende des Buch leider nicht so gut.






Als Fazit kann ich wohl sagen, dass America und ich in diesem Leben wohl keine Freunde mehr werden. Dafür habe ich Maxon in diesem Band richtig ins Herz geschlossen und auch andere Charaktere, wie zum Beispiel Celeste richtig lieb gewonnen.

Maxon und das Ende habe bei meiner Bewertung noch einmal viel rausgerissen. Ohne die letzten 70 Seiten, stünde unter dieser Zeile eine zwei, weil ich mich so über America aufgeregt habe und vermutlich auch einfach zu viel vom dem Buch erwartet habe. Die anderen zwei Bände habe ich ja "nur" gehört und das Buch selber zu lesen, ist emotional etwas ganz anderes, als es zu hören. Vielleicht hatte mir das Buch ohne diesen großen Hype richtig gut gefallen?


(verdammt knappe) 3 von fünf möglichen Engelchen.


Im Sommer erscheint sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch der vierte Band der Selection - Serie unter dem glanzvollen Titel "Die Kronprinzessin". Ich hoffe, da die Protagonistin nicht mehr America sein wird, dass mir der Band diesmal etwas besser gefallen wird. Einen fünften und letzten Teil soll es auch noch geben. Da es in "the heir" um Maxons Tochter geht, erfahren wir vielleicht im letzten Band wie das Leben bei Aspen mit/ohne America weiterverlief. 

lg eure Florenca

Kommentare:

  1. Huhu Florenca,

    ja ich kann verstehen, wenn man America nicht mag :-D Und mir ging es wie dir. Ich mochte Celeste in diesem Buch richtig, richtig gerne.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Sandra,

      Celeste war am Ende wohl mein weiblicher Lieblingscharakter. Sie war authentisch und nicht nervig. Naja, vielleicht ändert sich America bis zum nächsten Band noch etwas.

      lg Florenca

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Vielen Dank für dein Kommentar! Schau doch in ein paar Tagen noch einmal vorbei, dann habe ich bestimmt geantwortet. LG Florenca