Freitag, 18. Juli 2014

Anne Lück: Das Mädchen mit den Engelshänden

Hallo zusammen,

der Ullstein-Verlag besitzt nun auch einen eigenen eBook-Verlag "Forever". Ein Buch aus dessen Verlagsprogramm möchte ich euch heute genauer vorstellen.
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Autorin: Anne Lück
Titel: Das Mädchen mit den Engelshänden
Reihe: ---
Genre: Fantasy
Umschlag: eBook
ISBN: 978-3-95818-000-0
Verlag: Forever
Preis: € 2,99
Seiten:  272 
Empfohlens Alter: ab 12/13

Cover & Inhalt nach Ullstein "Forever" Verlag
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Johanna kann seit ihrer Kindheit den Tod von Menschen mittels einer Berührung sehen. Als sie auf diese Weise ihre einzige Freundin Carla verliert, ist Johanna vollkommen am Ende. Sie begeht Selbstmord. Auf der Schwelle zwischen Leben und Tod trifft sie auf Than – einen Todesengel, der ihr anbietet, ihr Leben ebenfalls als Todesengel fortzuführen. Als Johanna das Angebot annimmt, ahnt sie noch nicht im Geringsten, was sie erwarten wird – die Intrigen der Engel, eine neue Liebe und eine Freundschaft, die weit über den Tod hinausgeht.




Schreibstil: Der Anfang wirkt wahnsinnig konstruiert und wenn das Buch kein Rezensionsexemplar gewesen wäre, dann wäre hier schon Schluss gewesen. Im Verlauf des Buches wurde das Ganze allerdings besser und ich konnte das Buch ohne Probleme zu Ende lesen.

Das Buch war aus meiner Sicht jetzt nicht wahnsinnig spannend, aber auch nicht langweilig. Mein Problem war eher, dass das Buch viele Logikfehler enthält und mich das irgendwann nur noch aufgeregt hat. Zum Beispiel schreibt die Autorin, dass die Protagonistin Johanna in Zimmer A aufwacht und im nächsten Satz ist sie in Zimmer B ohne irgendeine Überleitung, dass sie das Zimmer verlässt. Oder es werden Tränenreste beschrieben, wo vorher nie von Tränen die Rede war.

Meine Meinung: Ich finde die Idee mit den Todesengeln ganz gut. Das Menschen nach ihrem Tod in eine Art Zwischenwelt gelangen und sich dann entscheiden können, ob sie in dieser bleiben oder gleich in die Hölle bzw. den Himmel gehen. Johanna würde in die Hölle kommen, da sie Selbstmord begangen hat. 

Johanna wählt die Zwischenwelt, in welcher auch Than seit etwa einem Jahr lebt. Sie arbeitet von nun an für die Todesengel, wird dadurch aber nicht zu einem "richtigen" Engel. Ihre Aufgabe besteht nun darin, bei verstorbenen Menschen zu entscheiden, ob sie in den Himmel kommen oder nicht. Auch ihre besondere Gabe aus der Menschenwelt, dass sie Menschen mit ihrer Berührung den Tod bringt, spielt hier noch eine wichtige Rolle.

Charaktere: Johanna wächst bei ihrer Tante auf, da sie durch ihre Gabe ihre Eltern quasi umgebracht hat. Johannas Tante ist eine Person, die man persönlich nicht als Tante haben möchte, aber anscheinend etwas von Johannas Gabe geahnt hat. Johanna wird in der Schule als "Hexenmädchen" gemobbt, da ihre Tante Wahrsagerin ist. Johanna ist  als Person anfangs auch ziemlich trotzig. Dies ändert sich aber im Verlauf der Handlung.

Than wird von Johanna als "ein arroganter, nicht einmal schlecht aussehender Typ" (S.145) beschrieben. Ich persönlich fand ihn jetzt nicht so arrogant, da gab es schon schlimmer. Ich finde eher, dass Than sehr gute Charaktereigenschaften besitzt, die der Leser im Laufe des Buches auch kennen lernen darf.

Ende: Das Ende des Buches war für mich ziemlich überraschend und in meinen Augen etwas zu viel des Guten.



Drei von fünf möglichen Engelchen.

Vielen Dank an vorablesen und den Forever-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


lg eure Florenca

Kommentare:

  1. Huhu Flo,

    ich denke gerade darüber nach inwieweit der Anfang konstruiert wirken könnte. Ich hatte nämlich überhaupt nicht den Eindruck. Gerade der Anfang (Leseprobe) hat mich dazu verleitet das Buch lesen zu wollen.
    Ich bin noch nicht ganz durch, aber im Moment vermisse ich auch ein bisschen die Spannung. Dazu kommt, dass sich die Charaktere nicht weiter entwickeln, sondern recht oberflächlich wirken. Besonders bei Than habe ich das Problem. Nunja... ich bin ja auch noch nicht durch =)
    Die Idee mit der Zwischenwelt finde ich ebenfalls gut!

    LG
    Anja

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    1. Okay, da merkt man doch wie weit die eigenen Wahrnehmungen auseinander gehen. Auf mich hat der Anfang, insbesondere der Prolog den Eindruck gemacht, dass man einen Baukasten mit Wörter hatte und nichts irgendwie recht zusammen gepasst hat. Als ob die Autorin bestimmte Vorstellungen von ihrem Anfang hatte, den aber nicht mit ihren Fähigkeiten erstellen konnte und es trotzdem verkrampft versucht hat.

      Oh Gott, ich hoffe man versteht was ich damit meine ....

      Zu Than kommt am Ende noch etwas mehr und Johanna entwickelt sich gegen Ende auch noch ein bisschen. Mich hat eher etwas genervt, dass die beiden ewig nicht zusammenkamen. Man ist es ja von den meisten Büchern gewohnt, dass sich nach etwa der Hälfte das Buchpaar gefunden hat, dann kommt ein Streit etc. und am Ende ein Happy End. Das war hier ja ein bisschen anders ...

      lg Florenca

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Vielen Dank für dein Kommentar! Schau doch in ein paar Tagen noch einmal vorbei, dann habe ich bestimmt geantwortet. LG Florenca